Viele Menschen werden von Blähungen geplagt, die in der Fachsprache als Flatulenzen bezeichnet werden. Diese sind in manchen Situationen sehr unangenehm und peinlich und die Betroffenen suchen nach Mitteln, wie sie ihre Blähungen loswerden. Ausgelöst werden diese meist durch die Ernährung mit blähenden Lebensmitteln, zu wenig Bewegung und auch Lebensmittelunverträglichkeiten können zum übermäßigen Abgang von Gasen führen. Um Blähungen zu vermeiden, sollten die Ernährung umgestellt und blähende Lebensmittel gegen bläharme Lebensmittel ersetzt werden. Als blähend gelten Kohlgemüse wie Blumenkohl oder Brokkoli, Lauchgemüse wie Zwiebeln oder Porree, Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, frisches Steinobst wie Pflaumen oder Kirschen und frisches Brot.
Stattdessen können Betroffene zu Kartoffeln, Karotten, Auberginen, Spinat, Blattsalaten, Tomaten und Obstsorten ohne Steine greifen. Zu bemerken ist, dass die meisten der blähenden Lebensmittel sehr gesund sind und oftmals genügt auch schon eine veränderte Zubereitung, um die ungewünschten Begleiterscheinungen zu vermeiden. So helfen beispielsweise Gewürze wie Kümmel, Koriander, Majoran und Anis dabei, dass Blähungen gar nicht erst entstehen. Diese Heilpflanzen werden Karminativa genannt und wirken blähungshemmend. Auch die Essgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle. Wer zu schnell isst, nimmt auch eine Menge Luft dabei auf. Deshalb empfiehlt es sich langsam zu essen und zwischendurch etwas zu trinken. Getränke mit Kohlesäure können dabei allerdings auch zu Blähungen führen und sollten durch Tees, Wasser oder Fruchtsäfte ersetzt werden.
Nach dem Essen bietet sich in jedem Fall ein kleiner Verdauungsspaziergang an. Dieser hilft gegen mangelnde Bewegung und das Völlegefühl lässt sich damit bestens beseitigen. Überhaupt ist angeraten, dass bei langen sitzenden Tätigkeiten Bewegungspausen eingelegt werden. Dies hilft nicht nur dem Verdauungsapparat, sondern auch den Beinen, dem Rücken und der Konzentration.
Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal zu Blähungen kommen, hilft eine Bauchmassage, bei der die flache Hand auf den Bauch gelegt und im Uhrzeigersinn kreisend bewegt wird. Diese Bewegung massiert den Bauch und hilft dabei, dass sich stecken gebliebene Gase befreien und abgehen. Bei sehr starken Beschwerden hilft auch das Auflegen einer Wärmflasche. Als altes Hausmittel bekannt ist die Mischung aus Milch, Honig und Knoblauch. Dabei wird eine Knoblauchzehe in einen viertel Liter Milch gepresst und diese Mischung wird mit Honig gesüßt und anschließend getrunken.
Sollte eine Lebensmittelunverträglichkeit wie beispielsweise die Laktoseintoleranz – Unverträglichkeit gegen Milchzucker – vorliegen, sollten Lebensmittel mit Laktose wie etwa Milch weitestgehend vermieden werden. Dann kann bei Beschwerden alternativ ein Tee aus Anis, Fenchel und Kümmel konsumiert werden, den es als fertige Mischung in der Apotheke gibt. Dieser schmeckt zwar nicht sehr gut, aber hilft. Kommt es zu dauerhaften und starken Blähungen, die sich durch die Veränderung der Lebensgewohnheiten nicht abstellen lassen, rät sich ohnehin ein Arztbesuch an, denn dann kann die Ursache auch eine Krankheit sein, die eine intensive Behandlung benötigt.
Auch Babys haben in den ersten drei Monaten häufig mit Blähungen (Dreimonatskoliken) zu kämpfen. Das erkennen Eltern in der Regel am lauten Babygeschrei und einem krampfhaften Anziehen und schnellen Ausstrecken der Beinchen. Was hier hilft, verrät der Schnuller Blog.
Bildquelle: rosmary (Flickr CC BY 2.0)
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