Löten ist eine der wichtigsten Techniken zur Herstellung metallischer Verbindungen und auch im Haushalt kann man einiges selbst löten, bevor der Fachmann gerufen werden muss. Besonders geeignet ist das Löten für defekte Kabelverbindungen und elektronische Bauteile.
Aber auch Risse oder kleine Löcher (zum Beispiel bei metallischen Rohrleitungen) lassen sich durch Löten reparieren.
Sicherheit geht vor
Löten ist besonders für Anfänger nicht einfach und erfordert etwas Übung. Löten erfolgt mittels Hitze und Lötzinn, es besteht folglich die Gefahr, sich schmerzhafte Verbrennungen zuzuziehen. Auch sollte während des Lötens nicht geraucht und keinesfalls dürfen die eigenen Zähne als “dritte Hand” benutzt werden. Bei elektrischen Geräten und Verbindungen gelten zusätzlich entsprechende Sicherheitsvorschriften. Auch gilt zu beachten, dass bei Eingriffen in elektrische Geräte oder Anlagen die Garantie und auch die Betriebserlaubnis erlöschen kann. Grundsätzlich gilt: Jeder ist für seine Handlung selbst verantwortlich.
Die richtige Ausstattung
Lötpistolen und Lötzinn bekommt man in jedem Baumarkt und für Anwender, die nur sehr selten löten, ist diese kostengünstige Minimalausstattung ausreichend. Wer öfters zum Lötkolben greifen möchte, sollte sich über die Anschaffung einer Lötstation Gedanken machen.
Auch hier gibt es kostengünstige Lösungen,wobei sich gute Lötstationen durch folgende Leistungsmerkmale auszeichnen:
- Mehrere gute und austauschbare Dauerlötspitzen in unterschiedlichen Breiten. Lötspitzen sollten leicht austauschbar sein.
- Eine Leistungsreserve zum zügigen Aufheizen, zur Vermeidung von zu schneller Abkühlung der Lötspitze beim Löten und zur Verkürzung des Lötvorgangs.
- Temperaturregelung um eine zu starke Erhitzung der Lötspitze bei Lötpausen zu vermeiden. Je wärmer eine Lötspitze wird, desto schneller verbrennt das Flussmittel und mangelhafte Lötstellen sind das Ergebnis.
- Temperaturbeständiger Schwamm zur Reinigung der Lötspitzen. Ein herkömmlicher Haushaltsschwamm ist dazu völlig ungeeignet.
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Das Löten
Bevor mit dem Löten begonnen wird, sollten folgende vorbereitenden Maßnahmen getroffen werden:
- Auswahl der passenden Lötspitze und deren Reinigung.
- Reinigung der zu verbindenden Teile.
Zum Löten selbst berührt der Lötkolben die zu verlötenden Teile und wird von diesen nicht weggenommen und man beginnt sofort Lötzinn hinzuzufügen. Anfänger tun sich leichter wenn sie nur kleine Mengen Lötzinn auf die Lötstelle bringen, bis das Lötzinn gut verlaufen ist.
Beim allerletzten Zuführen von Lötzinn wird der Lötkolben zum ersten Mal von der Lötstelle genommen und erst etwa 1/10 Sekunde später das Lötzinn.
Danach muss die Lötstelle abkühlen und darf keinesfalls belastet werden. Bei einer guten Lötstelle verläuft das Lötzinn hohlkegelförmig und zeichnet sich durch eine glänzende Oberfläche aus.
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